Chronik

Seit 2013 zeigt eine eigene sehenswerte Abteilung im Museum Dingolfing die Entwicklung in den Bereichen "Strom, Wasser, Wärme, Verkehr".

Strom

1905: In Dingolfing gründen Ortsansässige die Vorläufer der Stadtwerke. In dem neu errichteten E-Werk ist unter anderem eine Maschinenhalle mit zwei Dieselmotoren und zwei Dynamos untergebracht. Die Versorgung der Verbraucher erfolgt über Oberleitungen. 1909 schließen die Betreiber des E-Werks einen 10-Jahres-Vertrag mit der Firma Franz Rieder von der Wasserkraftanlage Schönbühl. Rieder verpflichtet sich, seine ganze erzeugte Kraft, ca. 25 PS, zu einem annehmbaren Pauschalpreis an das Werk zu liefern.

1920 hat die Stadt alle Anteile des zuvor als Aktiengesellschaft betriebenen E-Werks aufgekauft und in die Stadtwerke umgewandelt. Weil Strom kostbar ist, wird ein Teil der Straßenbeleuchtung nur eingeschaltet, wenn es dunkel genug ist. 1939 erfolgt ein Anschluss an das Überlandwerk Süd/Ostbayern, da die örtliche Industrie immer mehr Strom benötigt.

1946 werden das städtische Elektrizitätswerk und das städtische Wasserwerk zu einem Eigenbetrieb der Stadt Dingolfing zusammengeführt. Ein Höhepunkt ist 1957 die Einweihung des Stauwerks, welches seither rund 100 Mio. kWh pro Jahr liefert.

Wasser

Während die Wasserversorgung der Stadt über Brunnen zunächst in der Waldesruh , Spiegelbrunn und später im Herrenholz sicher gestellt wurde, entschließt man sich 2007 mit dem Zweckverband Mittlere Vils in Daibersdorf einen neuen Tiefbrunnen zu schlagen.

DINGOs

1988 wird der Geschäftsbetrieb der Stadtwerke um die Sparte Verkehr erweitert. Seit 1997 fahren die farbig unterschiedlichen DINGO-Busse in vier Linien durch die Stadt.

Fernwärme

Mit dem 1993 in Betrieb genommenen Blockheizkraftwerk werden zunächst nur städtische Einrichtungen wie das Rathaus und das Caprima mit Fernwärme versorgt. Seit Januar 2010 beliefern die Stadtwerke mit dem neuen Hackschnitzel-Heizkraftwerk neben städtischen und landkreiseigenen Einrichtungen sowie Betrieben auch private Haushalte mit Wärme.

Parkhäuser

Das dynamische Parkleitsystem zeigt Autofahrern die nächsten Parkhäuser sowie die Anzahl freier Stellplätze. Das 1994 errichtete Parkdeck am Auenweg bietet 330 Stellplätze, die von den Stadtwerken betriebene Tiefgarage im Zentrum weist 315 Stellplätze aus. Das 2011 fertig gestellte Parkdeck am Bahnhof kann von 138 Pkw-Fahrern genutzt werden und bietet zwei Aufladestationen für E-Autos. Mittlerweile gibt es beim Museum in der Oberen Stadt weitere Ladesäulen, davon zwei für Autos und drei für E-Bikes.