Glossar

Bilanzkreis
Bei dem Begriff „Bilanzkreis“ handelt es sich um einen Fachausdruck aus der Energiewirtschaft. Im Zuge der Liberalisierung des Strommarktes wurden Stromlieferanten und Stromkunden in Bilanzkreise eingeteilt. Die Menge der vom Lieferanten bezogenen bzw. erzeugten Strommenge muss somit immer deckungsgleich mit der abgegebenen Strommenge sein.
Auftretende Differenzen werden vom übertragungsnetzbetreiber durch Verrechnung an den Bilanzkreisverantwortlichen in Ausgleich gebracht.

Blindleistung
In einem Stromkreis wird ein Anteil der elektrischen Leistung zur Erzeugung von elektrischer Ladung bzw. elektromagnetischer Energie benötigt. Der Anteil ist nicht als Wirkleistung nutzbar.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Das seit 01.04.2000 verabschiedete Gesetz regelt die Vorgehensweise im Umgang mit ausschließlich aus regenerativen Energiequellen erzeugtem Strom (Solarenergie, Wasser- und Windenergie, Geothermie, Bioenergie, Deponie-, Klär-, Grubengas). Der Grundgedanke des Gesetztes liegt darin den Gesamtanteil der erneuerbaren Energie am Gesamtverbrauch bis zum Jahre 2020 auf mindestens 20 % zu erhöhen. Das EEG verpflichtet alle Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die Endkunden vorsorgen, einen Pflichtanteil zu einem festgelegten Preis abzunehmen.

Energieversorgungsunternehmen (EVU)
Aufgabe eines Energieversorgungsunternehmens ist die Erzeugung bzw. Bereitstellung und die Verteilung von Energie über das Versorgungsnetz, welches ebenfalls Eigentum des EVU`s sein k ann. Hierzu zählen auch Gasversorgungsunternehmen und Fernheizbetriebe.

Elektrische Leistung
Elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung (V) und der Stromstärke (A) und verrichtet auf einen bestimmten Zeitraum elektrische Arbeit.

Fahrplan
Der Fahrplan gibt für jede Viertelstunde innerhalb der Dauer einer entsprechenden übertragung an, wie viel Leistung zwischen Bilanzkreisen ausgetauscht bzw. am Einspeiseknoten/Entnahmeknoten eingespeist/entnommen wird.

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)
Grundvoraussetzung hierfür ist eine testierte KWK-Anlage. Vergleichbar zum EEG steht hierbei der Umweltschutzgedanke im Vordergrund. Insbesondere die Kohlendioxisemission soll in diesem Zusammenhang jährlich um bis zu 10 Mio. Tonnen gesenkt werden.
Der Netzbetreiber wird durch das KWKG verpflichtet, Strom aus KWK Anlagen zu bestimmten Bedingungen zu übernehmen und entsprechend zu vergüten. Die Umlage erfolgt wie beim EEG auf die Endverbraucher.

Kraft-Wärme-Kopplung
Bei der Umwandlung von Energie aus der chemischen bzw. mechanischen Verwertung von Energieträgern entsteht thermische bzw. elektrische Energie. Durch die zusätzliche Nutzung der Abwärme wird wiederum die Energieersparnis und so der Umweltschutzgedanke in den Vordergrund gerückt (Brennstoffersparnis durch Erhöhung des Wirkungsgrades).
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage www. bkwk.de

Mindestleistung
Die Mindestleistung einer Erzeugungseinheit ist die Leistung, die aus anlagenspezifischen und betriebsmittelbedingten Gründen im Dauerbetrieb nicht unterschritten werden kann. Soll die Mindestleistung nicht auf den Dauerbetrieb, sondern auf einen kurzfristigeren Zeitraum bezogen werden, ist dies besonders zu kennzeichnen.

Netzbetreiber
Der Netzbetreiber ist für reibungslosen und störungsfreien Betrieb eines Versorgungsnetzes in einem bestimmten Gebiet zuständig.

Netznutzer
Ein Netznutzer (Nutzer des übertragungs- bzw. Verteilungsnetztes) ist jede natürliche oder juristische Person, die in einem Nutzungsverhältnis zum Netz steht und demgemäß auf vertraglicher Basis Leistungen des Netzbetreibers in Anspruch nimmt. Netznutzer können beziehende Kunden, Kraftwerksbetreiber und Händler sein.

Spitzenlast
Die Spitzenlast ist die max. Leistung, die innerhalb eines Zeitraums (z.B. tag, Monat, Jahr) im Stromnetz auftritt.

Umspannanlage
Eine Umspannanlage ist eine Einrichtung der Elektrotechnik zur übertragung von elektrischer Energie mit unterschiedlichen Spannungsebenen oder Spannungsnetzen.

Verbraucher
Als Verbraucher bezeichnet man Geräte und Anlagen, die elektrische Energie aufnehmen.

Verteilung
Verteilung ist die übertragung von elektrischer Energie in physikalisch-technisch begrenzten Regionen zur Einspeisung in Verteilungsstationen und Belieferung von Kundenanlagen. Die Verteilung wird i. d. R. über das Hoch-, Mitte-, und Niederspannungsnetz realisiert.

Wirkleistung
Wirkleistung ist die elektrische Leistung, die für die Umsetzung in eine andere Leistung, z.B. in mechanische, thermische, chemische, optische oder akustische Leistung verfügbar ist.

 

 

Ansprechpartner

Netz
Herr Josef Strigl 5060-119
Frau Franziska Wagner 5060-190

Tarife
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Planauskunft
Herr Manfred Kick 5060-113